by R-L-X

Am 24. April kommt die Apple Watch. Doch bereits seit Freitag kann man sie sich in den Apple Stores anschauen. Und natürlich konnten auch wir die Finger nicht von ihr lassen. Ein erster, rein optischer Testbericht.

Soll ich, oder soll ich nicht? Diese Frage beschäftigte mich am Freitag nur kurz. Das Wetter war schön, die Neugier auf die neue Apple Watch groß. Und so stand dann auch ich kurze Zeit später ganz fanboymäßig im Apple Store, um mir das neuste, potenzielle Produkt der Begierde näher anzuschauen.

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Dass ich da nicht alleine sein würde, war mir klar. Dass man die Anzahl der, vornehmlich Jugendlichen, die an der großen Auslage staunten aber an einer Hand abzählen könnte, das hätte ich nicht gedacht. “Möchten Sie sie auch einmal anlegen?” Aber sicher doch. “Da müssen wir erstmal einen Termin machen. Dauert aber nicht lange.” Und tatsächlich, nach gerade einmal zwei Minuten Wartezeit war ich an der Reihe.

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Mein erstes Anschauungsobjekt: die Apple Watch in Stahl mit dem Gliederarmband. Dieses ist, das muss man sagen, äußerst schön verarbeitet, versprüht aber vom Design her ein wenig den Charme jener Bänder, die man schon bei Taschenrechneruhren der 80er Jahre kannte.

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Nicht dass das schlecht wäre, zumal sich auch jene Uhren seit ein paar Jahren wieder wachsender Beliebtheit erfreuen. So ganz meins ist das Band aber, trotz der sehr schön gemachten Faltschließe, nicht.

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Schon interessanter ist da das “Lederarmband mit Schlaufe”. Schaut auch ein wenig nach 70er / 80er Jahre Design aus, wozu aber auch die Apple Watch ihren Teil beiträgt, die im ausgeschalteten Zustand (die Anschauungsmodelle waren nicht funktionsfähig) ein wenig an einen Röhrenfernseher jener Zeit erinnert.

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Das Schlaufenband hält mittels Magnet, ist dadurch relativ fein verstellbar, eben in jenen Abständen der Rillen des Bandes. Es sitzt sehr gut, hält Apples Smartwatch perfekt in Position.

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Die Bänder lassen recht einfach austauschen, sodass man das gewünschte Band auch später noch nachkaufen kann. Allerdings ist nicht jedes Band für jedes Modell der Apple Watch verfügbar. Mehr dazu in der ausführlichen Vorstellung hier auf luxify. Ob man Ersatzbänder auch einfach im Apple Store zum mitnehmen erhalten kann, das konnte man mir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.

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Für alle Modelle gibt es das Sportarmband, welches ich an der Apple Watch Sport ausprobierte. Der Verschluss hier ist nicht magnetisch sondern erfolgt durch einen Knopf, der in eines der Löcher gedrückt werden muss. Zuvor muss das Bandende durch eine Schlaufe gesteckt werden, was in der Praxis eine etwas fummelige Angelegenheit ist.

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Die Apple Watch Sport mit ihrem Aluminium-Gehäuse, hier in Space Grey, wiegt – nichts! Man spürt sie kaum am Arm, was speziell zum Sport sehr angenehm sein wird.

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Doch zurück zur Apple Watch in Edelstahl und damit zu der Variante, auf die ich am meisten gespannt war: jener mit Milanaise Armband.

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Dieses Band steht der Apple Watch unglaublich gut. Erwartungsgemäß schmiegt es sich fantastisch ans Handgelenk und ist komplett stufenlos zu verstellen.

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Von der Funktion ähnlich dem Schlaufenband aus Leder, besteht das Milanaiseband allerdings aus einem Stück und wird durch eine Schlaufe direkt im Bandanstoß geführt. Auch das Milanaiseband wird mittels eines Magneten am Bandende verschlossen.

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Mein (Zwischen-) Fazit: über die Herstellverfahren und die Verarbeitung der Apple Watch wurde ja schon bei ihrer Vorstellung viel gesprochen. Live überzeugt sie tatsächlich durch eine, eben Apple-typische, makellose Verarbeitung. Das Glas sitzt perfekt, ebenso sind Bandanstöße und Krone über jeden Zweifel erhaben.

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Was mir bei meinem Erstkontakt allerdings auffällt: sowohl Display wie auch Gehäuse und die beiden optionalen Stahlbänder sind wahre Magneten für Fingerabdrücke. Ein Mikrofasertuch sollte der dahingehend etwas sensiblere Träger daher immer dabei haben und davon auch reichlich Gebrauch machen.

Soweit mein Apple Watch Erstkontakt. Wie sich die Smartwatch im Alltag schlägt, welchen Nutzen sie nun wirklich hat, wie es mit der Technik, dem neuen Betriebssystem und natürlich mit der Akkulaufzeit aussieht, das alles muss ein Tragetest zeigen.

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Fotos & Text: © Percy Christian Schoeler (PCS) 2015

 

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