Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis die hauseigenen Manufakturkaliber auch in den klassischen Modellen Luminor Base und Luminor Marina Einzug erhalten würden. Und so überraschte es nicht, als Panerai auf dem SIHH Anfang des Jahres die neuen 8 Days Luminor vorstellte.

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Wie bisher wird es insgesamt sechs Modelle geben, drei als Luminor Marina mit kleiner Sekunde und drei als puristische Base ohne dieses Feature. In allen Varianten tickt jedoch das gleiche Werk, getauft auf den Namen P5000. Dabei handelt es sich in guter alter Panerai Tradition um ein Handaufzugswerk, welches dank zweier hintereinandergeschalteter Federhäuser nun auf eine Gangreserve von 192 Stunden – bzw. 8 Tagen kommt.

Das bedeutet auch, dass man sich zukünftig nur noch einmal die Woche mit dem Aufziehen der Uhr auseinandersetzen muss. Ein durchaus angenehmer Fortschritt, gerade für die Nutzer, die nicht der Riege der passionierten Handaufzug-Verfechter angehören.

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Das aus 127 Bauteilen bestehende P5000 mit 15 3/4 Linien und einer Bauhöhe von 4,5 Millimetern schwingt mit einer Frequenz von 3 Hz, also 21.600 Halbschwingungen pro Stunde. Es ist mit einer KIF Parechoc Stoßsicherung ausgerüstet und gibt beim Blick durch den Saphirglasboden nur wenig von seiner Technik Preis.

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Wie bei historischen Modellen verdecken zwei Platinen den größten Teil der Einzelteile, lediglich Unruhkolben und Minutenrad sind zu sehen. Die Bauart verleiht dem Werk ein äußerst technisches Erscheinungsbild, und so mancher wird da die deutlich freizügigere Optik der Vorgänger mit Unitas Kaliber vermissen.

In der Tat gibt es bei PAM 111, PAM 112 und ihren mittlerweile nicht mehr im Programm befindlichen Schwestern im direkten Vergleich mehr zu sehen. Doch haben auch die Rückansichten der Nachfolger ihren ganz eigenen Charme.

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Wenig umgewöhnen muss man sich hingegen beim Rest der Uhr. Bei den Base Modellen zieht der Panerai Schriftzug nach oben unter das Luminor und macht so Platz für den Hinweis auf das neue Werk „8 Days“. Noch weniger ändert sich bei den Marina Varianten. Die 8 Days Bezeichnung ist hier als vierte, zusätzliche Zeile unterhalb des Panerai Schriftzugs zu finden.

Das war es dann auch schon mit den wirklich auffälligen Unterschieden. Luminor Base und Luminor Marina sind eben Klassiker, und die muss man nicht mehr groß verändern.

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Das Gehäuse trägt sich so angenehm wie eh und je, die Optik wirkt vertraut. Doch was ist mit dem Preis? Der steigt im Vergleich zu den Unitas Versionen erfreulich moderat. 600 Euro müssen die Käufer einer Panerai Luminor Marina zukünftig für das Manufakturkaliber mehr auf den Konzessionärstisch legen, bei der Luminor Base sind es 700 Euro.

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So kostet die Luminor Base PAM00112 mit Unitas Kaliber 5.100 Euro, während PAM00560 (Stahl, schwarzes Blatt) und PAM00561 (Stahl, weißes Blatt) mit 5.800 Euro in der Liste stehen. Die Titanvariante PAM00562 mit tabakfarbenem Blatt liegt mit 6.200 Euro wie bisher deutlich darüber.

Im Falle der Luminor Marina ist die vorerst im Programm verbleibende PAM00111 bei 5.500 Euro angesiedelt, die neuen PAM00510 (Stahl, schwarzes Blatt) und PAM00563 (Stahl, weißes Blatt) kosten 6.100 Euro. Auch hier ist die Titanversion mit braunem Blatt und einem Verkaufspreis von 6.500 Euro exakt 400 Euro teurer als die Stahlversionen.

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Den Einstieg in die Panerai Luminor Welt stellen auch in Zukunft die beliebten Logo Modelle dar. Die Logo Base (PAM00000) liegt bei 3.900 Euro, die Logo Marina (PAM00005) bei 4.100 Euro. In beiden Modellen tickt auch zukünftig das bewährte Unitas Handaufzugkaliber.

So kommen im neuen Modellprogramm sowohl Einsteiger, wie auch Traditionalisten und Manufakturliebhaber auf ihre kosten. Ein äußerst kluger Schachzug.

Die neuen Panerai Luminor 8 Days sind bei den Panerai Konzessionären, sowie in der Panerai Boutique München, Maximilianstraße 31 erhältlich. Eine Übersicht der Fachhändler findet sich unter panerai.com.

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Fotos & Text: © Percy Christian Schoeler (PCS) 2014

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