by R-L-X

Zum 75. Geburtstag der “grossen Armbanduhr”, seit den 90er Jahren besser bekannt unter dem Namen “Portugieser”, überarbeitete IWC im vergangenen Jahr die beliebte Modelllinie. Ein Review der Portugieser Automatic, Referenz 5007.

So ziemlich jede wohlbekannte Uhrenmarke hat so ihre Ikone, ihr Aushängeschild. Die Uhr, an die man sofort denkt, die einem als erstes in den Sinn kommt, hört man den Markennamen. Bei IWC beispielsweise ist das die – ja welche eigentlich? Die meisten werden wohl als erstes die Große Fliegeruhr nennen. Vielleicht auch die Ingenieur? Für mich aber ist es die Portugieser.

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Doch halt. Heißt es nun eigentlich DIE Portugieser? Oder doch eher – DER Portugieser? Umschiffen wir diese Frage und bleiben bei der offiziellen Bezeichnung der Referenz 5007: die Portugieser Automatic. Portugieser – diesen Namen jedenfalls verdanken die Uhren jenen zwei portugiesischen Kaufleuten, die Ende der 30er Jahre besonders ganggenaue Armbanduhren bei der International Watch Co. Schaffhausen in Auftrag gaben.

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75 Jahre später kann die Portugieser-Linie eine stattliche Kollektion vorweisen. Allein die Referenz 5007 gibt es aktuell in fünf Versionen, drei aus Edelstahl, zwei aus 18-karätigem Rotgold. Das heutige Objekt der Begierde, welches ich anlässlich der Verleihung der diesjährigen Laureus Awards in Berlin einen Abend lang tragen durfte, ist das Rotgold-Modell mit dem ardoise Zifferblatt, die IW500702.

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Gerade die Kombination aus rotgoldenem Gehäuse und schieferfarbenen Zifferblatt macht die 5007-02 zur für mich schönsten Version. Das Zifferblattdesign der Automatic ist ohnehin wunderbar ausgewogen.

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Zwei große Hilfszifferblätter finden sich bei 3 und bei 9 Uhr. Durch diese Optik könnte man zunächst fälschlicherweise davon ausgehen, es handle sich bei der 5007 um einen Chronograph.

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Falsch gedacht. Auf der 3-Uhr-Position findet man nämlich die Gangreserveanzeige, ihr gegenüber bei 9 Uhr sitzt die kleine Sekunde. Wie das eigentliche Zifferblatt, so verfügen auch die Hilfszifferblätter über ihre eigene Eisenbahnminuterie, sind darüber hinaus noch mit feinen Kreisen finissiert.

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Wie anhand der Gangreserveanzeige unschwer zu erkennen ist, läuft die 5007 nach Vollaufzug stattliche 7 Tage durch. Ein rotes Kreissegment zeigt, wann es an der Zeit ist, dem Aufzugsrotor mal wieder ein wenig Bewegung zu schenken.

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In der Portugieser Automatic verrichtet das Kaliber 52010 seine Arbeit, perfekt zu beobachten durch den großen Sichtboden mit Saphirglaseinsatz.

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Das auf dem Manufakturkaliber 52000 basierende Automatikwerk verfügt über eine rückerlose Glucydur-Unruh, zwei Federhäuser und natürlich den Pellaton-Aufzug.

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Dank des großen Zifferblatts und der recht schmalen Lünette wirkt die Portugieser Automatic größer, als sie eigentlich ist. In Wahrheit beträgt ihr Durchmesser nämlich “nur” 42,3 Millimeter. Dadurch, und durch die Bauhöhe von 14,5 Millimetern, ist sie durchaus angenehm zu tragen. Das Saphirglas ist gewölbt und beidseitig entspiegelt.

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Ausgeliefert wird die bis 3 bar wasserdichte Uhr an einem dunkelbraunen Alligatorlederband mit Faltschließe. Hinweis am Rande: die Bilder hier zeigen ein Alligator-Imitat Armband.

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Mein Fazit: dass die Portugieser für mich DIE Ikone in der IWC Kollektion ist, war bereits vorher klar. Um so mehr Spaß hat es gemacht, sie einen ganzen Abend lang am Handgelenk zu wissen. Sie ist eine zeitlose Uhr in angenehmer Größe, die sich wie selbstverständlich trägt und dabei einfach nur wunderbar edel und extrem elegant ausschaut.

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Erhältlich ist die Potugieser Automatic Rotgold zum Preis von 23.800 Euro. Die Stahlversion gibt es bereits für 12.700 Euro.

 

Fotos & Text: © Percy Christian Schoeler (PCS) 2016

 

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