by R-L-X

Vor ein paar Jahren brachte Bowers & Wilkins mit dem P7 einen Over-Ear Kopfhörer heraus, der sowohl akustisch als auch haptisch ein echter Genuss ist. Nun gibt es mit dem B&W P7 Wireless auch eine Bluetooth Alternative. Ein Test. 

Ziemlich genau drei Jahre ist es her, dass ich hier auf luxify den P7 von Bowers & Wilkins vorgestellt habe (das Review dazu gibt es hier noch einmal zum Nachlesen). Und auch drei Jahre später nutze ich den P7 regelmäßig, überwiegend daheim, ab und an aber auch unterwegs.

Der P7 in seiner hübschen Transporttasche

Seit Herbst nun gibt es mit dem P7 Wireless das kabellose Pendant auf dem Markt. Für kabellose Kopfhörer, ich gebe es gerne zu, habe ich grundsätzlich erst einmal eher wenig übrig. Die Vorstellung eines leeren Akkus, gerade wenn man Musik hören möchte, klingt wenig verlockend. Da sich seit dem Kauf meines iPhone 7 “Telefon laden” und “Musik hören” nun aber leider kategorisch ausschließen, nutzte ich die Möglichkeit, mir den P7 Wireless dann doch einmal etwas genauer anzuschauen.

Lieferumfang des P7 Wireless

Abgesehen von der Farbe der Umverpackung erkennt man zunächst einmal wenig Unterschiede zum kabelgebundenen Bruder. Auch der P7 Wireless kommt mit der schönen Tragetasche, auch er lässt sich recht praktisch zusammenklappen und – mitgeliefert werden gleich zwei Kabel! Eines zum Aufladen am USB-Port und ein normales Kopfhörerkabel für den Notfall.

Sollte der Akku also mal leer sein, lässt sich das Kabel unter der linken Ohrhörermuschel einstöpseln und weiter geht’s mit dem Musikgenuss. Das ist schonmal ziemlich praktisch.

Aus dem P7 Wireless lässt sich im Nu auch ein kabelgebundener Kopfhörer machen

Der Lithium-Ionen Akku hält laut Bowers & Wilkins mit einer Ladung aber sowieso schon bis zu 17 Stunden. Ausprobieren konnte ich das nicht, während meines Testzeitraums jedenfalls kam ich mit einer Akku-Ladung locker über die Runden.

Ein-/Aus-Schieber und USB Schnittstelle zum Aufladen

Natürlich geht so ein Akku ins Gewicht. Und so wiegt der P7 Wireless mit 323 Gramm rund 30 Gramm mehr als der kabelgebundene P7. Das fällt allerdings im täglichen Gebrauch nicht wirklich auf. Im Gegenteil, subjektiv hatte ich das Gefühl, der Wireless trage sich sogar noch angenehmer als es der normale P7 eh schon tut.

Die Fernbedienung, beim P7 im Kabel integriert, wandert beim Wireless an die Rückseite der rechten Hörmuschel. Die Bedienung ist durch die Formung der Tasten sehr einfach, Fehlbedienung weitestgehend ausgeschlossen. Die Kopplung mit dem iPhone funktioniert einwandfrei und schnell und auch das Ein-und Ausschalten über den Schiebeschalter an der Unterseite des Kopfhörers ist einfach, wird durch einen Bestätigungston quittiert.

Bedienelemente auf der Seite

Etwas schade: auf Grund der Bedienungsknöpfe verzichtet B&W beim P7 Wireless auf die umlaufende Verchromung der Hörmuscheln. Dadurch wirkt der kabelgebundene P7 im direkten Vergleich dann doch nochmal diesen kleinen Touch edler.

P7 Wireless (links) und P7 im Vergleich

Bei beiden gleich ist das super sanfte Schafleder und der weiche Memory-Schaum in den austauschbaren Ohrpolstern.

Technisch setzt man beim kabellosen Over-Ear-Kopfhörer auf den Bluetooth-Standard V4.1, sowie den aptX Codec, der die Audiosignale verlustfrei und ohne Verzögerung übertragen soll. Entsprechend spielen der kabellose und der kabelgebundene P7 in Punkto Hörgenuss auf einem Level.

Mein Fazit: der Bowers & Wilkins P7 war schon als kabelgebundener Over-Ear über so ziemlich jeden Zweifel erhaben. Dank mehr als ausreichender Akku-Leistung, sowie der Möglichkeit, ihn im Notfall auch via Kabel zu verbinden, kann die neue Wireless-Variante da selbst Bluetooth-Muffel wie mich überzeugen.

Der P7 Wireless übernimmt mit 399 Euro den Preis des bisherigen kabelgebundenen P7. Jener wird nun mit 349 Euro ganze 50 Euro günstiger. Noch eine gute Nachricht also für alle Traditionalisten, die der modernen Technik dann doch nicht ganz trauen (Hey, es gibt aber wirklich keinen Grund dafür!).

 

Fotos & Text: © Percy Christian Schoeler (PCS) 2017

 

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