Das Jahr 2018, es ist ein ganz Besonderes für die International Watch Company in Schaffhausen. 1868 gründet Florentine Ariosto Jones das Unternehmen mit dem Ziel, hochwertige Taschenuhren für den amerikanischen Markt zu produzieren.

Luxify Architektur IWC Manufakturzentrum Schaffhausen

IWC – 150 Jahre in Schaffhausen

150 Jahre später hat die inzwischen zur Richemont Gruppe gehörende IWC noch immer ihren Sitz im idyllischen Städtchen oberhalb des Rheinfalls.

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150 Jahre IWC, das war bereits zu Jahresanfang großes Thema. So präsentierte man anlässlich des SIHH die IWC Jubiläumskollektion (mehr dazu in unserem Review).

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Neues Manufakturzentrum zum Geburtstag

Doch noch etwas Weiteres schenkte man sich zum Geburtstag. Ein brandneues Manufakturzentrum nämlich. Und das hat es wahrlich in sich.

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Vor den Toren von Schaffhausen, genauer im Merishausertal, liegt es dort quasi „auf der grünen Wiese“. Als ich den Neubau erreiche, fühle ich mich augenblicklich an den Barcelona Pavillon von Ludwig Mies van der Rohe erinnert. Allerdings im Format XXL!

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Ein Expo-Pavillon in XXL

Diese Ähnlichkeit ist durchaus beabsichtigt, denn IWC Chief Executive Officer Christoph Grainger-Herr ließ sich bei den Planungen des Neubaus von den Pavillons der Weltausstellungen inspirieren.

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Rund 42 Millionen Schweizer Franken hat das neue Manufakturzentrum gekostet. Derzeit arbeiten dort erst einmal gut 220 Angestellte. Platz bietet das Gebäude allerdings für bis zu doppelt so viele Mitarbeiter.

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Das historische Gebäude wurde zu klein

Da der Stammsitz von IWC, gelegen mitten in der Altstadt von Schaffhausen, keine weitere räumliche Expansion mehr zuließ, mietete man sich über die Jahre in immer weitere Gebäude im Ort ein.

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Diese verschiedenen Abteilungen nun wieder unter ein Dach zu bekommen, das war das Ziel des Neubaus, dessen Produktionsflächen sich äußerst flexibel nutzen lassen.

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Eröffnung nach 21 Monaten Bauzeit

Finanzkrise und Freigabe des Schweizer Franken ließen das Projekt zwischenzeitlich stocken. Doch Ende August dieses Jahres konnte schließlich nach nur 21 Monaten Bauzeit feierlich eröffnet werden.

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Über eine imposante und extrem breite Freitreppe gelangt man unter das weit ausladende Vordach des Pavillons. Dieses scheint in 9 Meter Höhe praktisch über einem zu schweben. An der hölzernen Seitenwand prangt der extra große IWC Schriftzug.

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Betritt man das Gebäude, findet man sich zunächst in der ebenfalls gut 9 Meter hohen, gläsernen Eingangshalle wieder. An der einzigen massiven Holzwand des Raumes sind die Bilder ausgewählter IWC Persönlichkeiten zu sehen, unter ihnen etwa Georges Kern oder Kurt Klaus.

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Erinnerungen an Günter Blümlein

Im Zentrum der Bildergalerie: Günter Blümlein. Der Mann, der IWC einst so erfolgreich aus der Schweizer Uhrenkrise der 70er Jahre herausgeführt hat.

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Über dem Empfangstresen thront ein überdimensionales Werkteil des berühmten Manufakturkaliber 52615, dem ewigen Kalender mit doppelter Mondphase und Jahreszahlanzeige.

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Von der Eingangshalle gelangt man über einen langen Gang zur Produktion. Teile derer kann man sich hautnah ansehen. Andere bleiben durch raumhohe Glasfronten vom Besucher getrennt, der sich so aber dennoch optisch mittendrin wähnt.

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IWC öffnet sich bis zu 10.000 Besuchern

Apropos Besucher: IWC möchte sein neues Manufakturzentrum auch für die Öffentlichkeit zugänglich machen. Es ist sozusagen als eine Art riesiger Showroom gedacht, in dem man den Entstehungsprozess einer IWC miterleben kann. Bis zu 10.000 Besucher plant man, so zukünftig pro Jahr zu empfangen.

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Sie erwartet auf ihrem Rundgang dann unter anderem die Werkteilefertigung. Dort entstehen Komponenten für Handaufzugswerke der Kaliberfamilie 59 oder für die Automatikwerke der Kaliberfamilien 52 und 82. Rund 1.500 Teile werden allein hier produziert.

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Dabei hat der Neubau das möglich gemacht, wovon Andreas Voll, Chief Operating Officer, schon seit seinen Anfängen bei der IWC Schaffhausen im Jahr 2007 träumt: die Produktionsprozesse genau so zu gestalten, wie sie für einen optimalen Ablauf und eine perfekte Qualität ideal sind.

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Miterleben, wie eine Uhr entsteht

So ist beispielsweise die gesamte Wertschöpfung – vom Rohmaterial über das einzelne Werkteil bis zum fertigen Manufakturwerk – auf einem Stockwerk angeordnet. In einer logischen Reihenfolge.

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Geplant wurde das 13.500 Quadratmeter große Gebäude von ATP Zürich unter der Leitung von Jürgen Zipf. Den Architekten gelang es dabei beeindruckend, das Manufakturzentrum eben nicht wie eine herkömmliche Fabrik wirken zu lassen.

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So ist zum Beispiel von außen keinerlei Haustechnik wie etwa für Ab- oder Zuluft sichtbar. Auf diese Art fügt sich das Gebäude schlank, leicht und elegant in die es umgebende hügelige Landschaft ein. Ein perfektes Geburtstagsgeschenk für 150 Jahre IWC Schaffhausen.

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Vielen Dank an IWC Schaffhausen für die Einladung ins neue Manufakturzentrum.

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Fotos: © PCS 2018

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