An meine (Test-) Zeit mit dem Bathyscaphe Keramik Chrono muss ich auch jetzt noch immer wieder denken. Was für eine geniale Uhr. Und was für ein traumhaft schönes Blatt. Wie seinerzeit erwähnt, gibt es den Flyback-Chronograph mittlerweile auch in einer auf 250 Stück limitierten Ocean Commitment Edition.

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Im Gegensatz zur Serienversion ist hier die Lünette in blauer Keramik gehalten, die Markierungen sind erneut aus Liquidmetal. Besonderer Eyecatcher ist ganz klar auch wieder das Blatt, welches mit seinem hauchfeinen Sonnenschliff im Licht so unglaublich funkelt. In der Limited Edition ist es in Blau gehalten, was einen tollen Kontrast zum dunkelgrauen Keramikgehäuse ergibt.

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Im Inneren der Uhr findet man, wie in der Serienversion, das Manufakturkaliber F385 mit 36.000 Halbschwingungen und aus Silizium gefertigter Spiralfeder und Unruh. Den Rotor ziert das Ocean Commitment Logo, und natürlich lässt sich auch bei der Edition der Flyback Mechanismus unter Wasser betätigen. Mit 300 Metern wird die Wasserdichtigkeit angegeben.

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1.000 Euro des Kaufpreises von 17.380 Euro je Uhr werden für die Unterstützung wissenschaftlicher Expeditionen zum Schutz der ozeanischen Biodiversität gespendet. Der Käufer erhält darüber ein Zertifikat und wird in den Ocean Commitment Circle aufgenommen. Darüber hinaus erhält er auch noch ein Exemplar des Bildbandes „Fifty Fathoms The Dive and Watch History 1953-2013“.

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Jedes Buch wird mit der Seriennummer der Uhr individualisiert, die Uhren selbst sind ebenfalls einzeln nummeriert.

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Doch die Bathyscaphe Familie erhält noch weiteren Zuwachs. So wird es das Drei-Zeiger-Modell mit Datum auf der Position zwischen 4 und 5 Uhr nun auch in Roségold geben.

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Die Legierung kennen wir bereits von Uhren der Schwestermarke Omega. Auch bei Blancpain hört sie auf den Namen Sedna-Gold.

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Wahlweise gibt es auch die Bathyscaphe in Sedna Gold wieder mit zwei verschiedenen Bändern: Segeltuch und Nato-Strap. Auf Grund der zusätzlichen Schlaufen aus 18 Karat Gold variieren hier die Preise der beiden Modelle. So kostet die Fifty Fathoms Bathyscaphe Sedna Gold mit Segeltuchband 21.830 Euro, die Version mit NATO-Band 23.230 Euro.

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Das NATO steht auch der letzten Neuheit der Bathyscaphe Kollektion extrem gut. Nach dem Flyback-Chrono im vergangenen Jahr erhält jetzt ebenfalls die 3-Zeiger Uhr ein Gehäuse aus Keramik.

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Wie schon beim Chrono, schaut die Kombination mit dem Anthrazit-Schwarzen Blatt mit Sonnenschliff einfach nur verboten gut aus. Dazu das wunderbar hochwertige Natoband – wer die Funktionen des Chrono nicht braucht oder wem dessen Blatt zu überladen sein sollte, dem hat Blancpain nun die perfekte Uhr gebaut. Erhältlich ist sie mit Segeltuch- oder NATO-Armband für jeweils 11.150 Euro.

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Werden die neuen Bathyscaphe Modelle in Keramik und Sednagold regulär im Handel erhältlich sein, so dürfte die Chance, die nächste Uhr einmal „live“ zu Gesicht zu bekommen verhältnismäßig gering sein. Nur 50 Stück nämlich wird es von der Blancpain L-evolution im 47,4 Millimeter Platingehäuse geben.

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Das Kaliber 2322V2 verfügt sowohl über einen Tourbillon, als auch über ein Karussell. Seitens Blancpain entschied man sich, dieser Kombination ein sehr modernes Äußeres zu verpassen.

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So wurden die Oberflächen des durchbrochenen Uhrwerks gekörnt und die Brücken sowie die Platine galvanisch geschwärzt. Das Uhrwerk ist in mehrere Ebenen gegliedert und erhält so eine unglaubliche Tiefenwirkung.

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Das Tourbillon dreht sich einmal pro Minute um sich selbst und gleicht damit schwerkraftbedingte Gangabweichungen aus. Während das Tourbillon durch das Sekundenrad gesteuert wird, erfolgt die Steuerung des Karussell durch das Mittelrad.

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Tourbillon und Karussell sind jeweils mit einem eigenen Federhaus ausgestattet, wobei beide Federhäuser zusammen mit einer Krone aufgezogen werden.

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Eine Gangreserveanzeige findet sich auf der Unterseite des Werks. Auch hier sind wieder sehr schön die gekörnten und geschwärzten Flächen und Brücken zu sehen.

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Die Uhr selbst strahlt eine unglaubliche Faszination aus. Es ist mutig und sehr erfreulich, dass Blancpain für die Kombination zweier so komplexer uhrmacherischer Highlights ein derart modernes Gehäuse gewählt hat. So viel Technik hat natürlich auch ihren Preis. Bei der L-evolution sprechen wir da von 323.300 Euro.

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Was auf künstlerischer Seite so alles machbar ist, das zeigen die Gravur- und Emaille-Malerei-Ateliers der Manufaktur. Hier wurden in diesem Jahr erstmalig vier Uhren aus Shakudō präsentiert. Eine Rokushō genannte, traditionell in Japan hergestellte Kupferazetat-Lösung wird dabei auf eine Metalloberfläche aufgetragen die, je nachdem, wie oft dies passiert, einen helleren oder intensiveren Schwarzton annimmt. Zusammen mit den feinen Gravuren und Tauschierungen entstehen so ziemlich beeindruckende Einzelstücke zum Preis von 139.400 Euro.

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Viel Handwerkskunst ist auch bei den Damenmodellen zu finden. Allein das Perlmuttblatt der neuen Villeret Jour Nuit Modelle mit 40 Millimetern Durchmesser ist unglaublich. Es gliedert sich in drei Teile auf vier Ebenen und ist bis zur Zifferblattbasis getreppt. Darin eingelassen ist auch die retrograde Sekunde bei 6 Uhr.

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Während der Minutenzeiger ganz normal seine Kreise dreht, springt der retrograde Stundenzeiger 2x am Tag, um 6 Uhr morgens und 6 Uhr abends, zurück. Gleichzeitig dreht sich auch die große Tag und Nacht Scheibe und gibt wechselweise den Blick frei auf den mit 50 Diamanten besetzten Mond oder die mit 50 gelben Saphiren besetzte Sonne. Weißgold- wie Rotgoldmodell sind für je 44.580 Euro erhältlich.

Dagegen eher schlicht kommt die letzte Blancpain Neuheit 2015 daher. Die klassische Kollektion Villeret wird nun ergänzt durch ein Großdatum. Blancpain entschied sich hier für die 6 Uhr Position auf dem hellen Opalinzifferblatt. Die Uhr mit Automatikkaliber 6950 hat einen Durchmesser von 40 Millimetern und kostet in Stahl mit Lederband 10.130 Euro, in Rotgold mit Lederband 18.480 Euro.

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Fotos & Text: © Percy Christian Schoeler (PCS) 2015

 

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