Und schon ist es wieder soweit: die Herbstauktionen des Jahres 2020 stehen (fast schon) vor der Tür. Am Samstag den 7. November 2020 werden die Blicke dabei auch wieder nach Mannheim gerichtet sein. Denn zum zweiten Mal veranstaltet Stefan Muser und sein Team des Auktionshauses Dr. Crott seine Auktion im direkt am Rhein gelegenen Speicher 7.

Luxify Review Tourbillon Auktionen Dr. Crott Auctioneer

Unsere Luxify Berichterstattung beginne ich heute mit Uhren, die einem nun wirklich den Kopf verdrehen können. Auf ganze 30 Tourbillons bringt es die die 103. Dr. Crott Auktion. Alle sind sie naturgemäß echte Traumuhren. Vier ganz besondere gibt es nun in der Kurzvorstellung.

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Lot 34 – Glashütte Original Senator Meissen Tourbillon

Beginnen wir mit einer Uhr aus sächsischer Produktion. Sie ist eine von insgesamt sage und schreibe 36 Glashütte Original Uhren in der kommenden Auktion. Und sie ist eine, in die man sich sofort „verguckt“. Grund dafür ist nicht nur das fliegende Tourbillon, welches, einst erfunden von Alfred Hellwig, bei 6 Uhr seine Runden dreht.

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Nein, die Senator Meissen aus Katalog Nr. 34 (Link zur Auktion) vereint gleich zwei aus Sachsen stammende Erfindungen. Neben besagtem (fliegendem) Tourbillon zeichnet sich die Uhr nämlich durch ihr Zifferblatt aus Porzellan aus. Nicht irgendein Porzellan freilich, es stammt aus der Porzellanmanufaktur Meissen und gibt der Uhr ein unfassbar schönes Aussehen.

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Das 18Kt Roségoldgehäuse der Ref. 1-94-11-01-01-04 misst elegante 40 Millimeter und verfügt über ein Lederband mit Faltschließe, ebenfalls in Roségold. Das Manufakturwerk vom Kaliber 94-11 bringt es auf eine Gangreserve von 48 Stunden. Die Uhr aus ca. 2009 kommt mit Originalbox, Anleitung, Lupe und Blanko-Zertifikat. Ihr Schätzpreis liegt bei 37.000 bis 50.000 Euro.

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Lot 338 – Rotonde de Cartier Astrotourbillon Skeleton

„DAS DING!“, das waren die Worte, die ich notierte, als ich mir die Uhr aus Katalog Nr. 338 (Link zur Auktion) anschaute. Oder, wie es der Vulkanier aus meiner Lieblings-Science-Fiction-Serie formuliert hätte: „Faszinierend“.

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„Rotonde de Cartier Astrotourbillon Skeleton“ – damit ist eigentlich schon alles gesagt. Im 47 Millimeter Weißgoldgehäuse wartet nichts weniger als die Neuinterpretation des traditionellen Tourbillon Designs. Die Unruh im pfeilförmigen Käfig dient hier als Sekundenzeiger und umkreist das innere Uhrwerk einmal pro Minute. Die Uhrzeit wird mittels gebläuter Zentralzeiger für Stunde und Minute abgelesen.

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Das Uhrwerk selbst befestigt Cartier mittels der charakteristischen, großen, römischen Ziffern bei 6 und 12 Uhr mit dem Gehäuse. So scheint es fast schon zu schweben. Ein wirklich spannender Effekt. Mehr zum Thema Cartier gibt es übrigens auch im Bericht des Manufakturbesuchs aus La Chaux-de-Fonds (hier).

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Die Ref. CRW1556250 ist die Nr. 56 einer auf 100 Stück limitierten Serie. Mit dabei ist die hübsche, typische Cartier-Box, das Cartier Zertifikat, ausgestellt auf den 1.12.2015, eine Cartier Lupe, sowie ein Tuch. Der Schätzpreis für „DAS DING!“ liegt bei 69.000 bis 120.000 Euro.

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Lot 128 – Breguet Classique 5357 Grande Complication

Mit einer echten Traumuhr geht es in Katalog Nr. 128 (Link zur Auktion)  gleich weiter. Die „Classique 5357 Grande Complication Tourbillon Brevet du 7 Messidor An 9“ aus dem Hause Breguet stammt aus dem Jahr 2006 und hört auf die Referenznummer 5357.

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Die Bezeichnung „7 Messidor An 9“ bezieht sich auf den gregorianischen Kalender und entspricht dem 26. Juni 1801. Jenem Tag also, an dem Abraham Louis Breguet das Patent für seine Erfindung des Tourbillons erhielt. Eine entsprechende Inschrift ist auf dem handgravierten Werk zu lesen (jedenfalls wäre sie das, hätte ich nicht vergessen, den Schutzsticker abzuziehen).

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Besonders gelungen an der 5357, die in einem 40 Millimeter großen Gehäuse aus Platin und einem Lederband mit Platinfaltschließe daher kommt, ist der Sekundenzeiger. Dieser sitzt auf dem Torubillon und hat die Form des typischen Breguet „B“. Gebläut ist er obendrein ebenfalls noch.

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Das Blatt selbst ist zweifarbig versilbert und guillochiert und selbstverständlich sind auch gebläute Breguet-Zeiger verbaut. Ebenfalls typisch Breguet: das rändierte Mittelteil des Gehäuses und die geschweißten Bandanstöße. Ein echtes Highlight – zu einem Schätzpreis von gerade einmal 35.000 bis 50.000 Euro.

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Lot 19 – A. Lange & Söhne Richard Lange Tourbillon Pour Le Mérite

Etwas höher bewertet ist da schon die Uhr in Katalog Nr. 19 (Link zur Auktion). Die Richard Lange Tourbillon Pour Le Mérite aus dem Hause A. Lange & Söhne Glashütte i/SA kommt im 41,5 Millimeter Platingehäuse und wurde am 16.8. 2012 bei Wempe Weinstraße in München verkauft.

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Es handelt sich um die Limitierungsnummer 014 einer auf 100 Stück begrenzten Serie der Ref 760.025F. Das Regulatorzifferblatt hat jeweils eigene Anzeigen für Stunde, Minute und Sekunde. Unter dem Sekundenblatt wartet das Tourbillon des Kaliber L072.1. Die Lange-typische, wunderbare Werkverzierung lässt sich dank des großen Glasbodens jederzeit genießen (vorausgesetzt, man entfernt auch hier die Schutzfolie – Schande über mein Haupt).

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Eine Besonderheit der Uhr ist der schwenkbare Teil des Stundenblatts. Dieser umfasst die Zeit zwischen 7 und 11 Uhr. Er wird daher um 6 Uhr eingeschwenkt und macht ab 12 Uhr wieder den Blick auf das Tourbillon frei. Auch der patentierte Sekundenstopp lässt sich so ungetrübt beobachten.

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Die Uhr kommt mit Originalschatulle, Bedienungsanleitung, Lange Buch zur Uhr und Garantiesiegel. Der Schätzpreis liegt bei 70.000 bis 130.000 Euro. Wer die Uhr in Rotgold bevorzugt, der wird übrigens in Katalog Nr. 54 (Link zur Auktion) fündig.

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Lot 127 – Breguet Haute Joaillerie Classique 5347 Doppel-Tourbillon

Moment, wird sich jetzt der ein oder andere denken, das waren doch bereits vier Tourbillons. Haben die ihm etwa so den Kopf verdreht, dass er verlernt hat, richtig zu zählen? Ganz so ist es nicht. Doch beim nochmaligen Durchstöbern des Auktionskataloges ist mir aufgefallen, dass es da eine Uhr gibt, die ich – wie auch immer das passieren konnte – übersehen habe. Eine Uhr allerdings, die nicht unerwähnt bleiben darf.

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Die Rede ist vom Breguet Haute Joaillerie Classique 5347 Grande Complication Doppel-Tourbillon in Katalog Nr. 127 (Link zur Auktion). Ihr 44 Millimeter Roségoldgehäuse beherbergt das Kaliber 588, in welchem gleich zwei Tourbillons unabhängig voneinander ihr Werk verrichten. Verbunden sind sie mittels Differenzialgetriebes auf einer zentralen Platine, die sich in 12 Stunden einmal um sich selbst dreht. Mehr Informationen zur Breguet Referenz 5347 gibt es übrigens auch hier auf Luxify (Link).

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Zur Uhr gibt es neben Bedienungsanleitung, Zertifikat (ausgestellt von Wempe Weinstraße, München am 16.12.2010) und Booklets noch die bemerkenswerte Originalschatulle in Form eines Uhrmachertisches. Bemerkenswert auch der Schätzpreis: er wird mit 40.000 bis 150.000 Euro angegeben.

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Auktionstermin

Die 103. Auktion des Auktionshauses Dr. Crott findet am Samstag den 7. November 2020 um 12 Uhr im Hotel Speicher 7, Rheinvorlandstraße 7, 68159 Mannheim statt. Vorbesichtigungen sind, vorbehaltlich gesetzlicher Bestimmungen (SARS-CoV2), am Freitag den 6. November 2020 zwischen 10:00 Uhr und 20:00 Uhr möglich. Darüber hinaus können die Uhren auch im Vorfeld der Auktion nach vorheriger Terminabsprache in den Büroräumen des Auktionshauses in Mannheim besichtigt werden. Adresse hier ist der Friedrichsplatz 19, direkt gegenüber des Wasserturms, in 68165 Mannheim.

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Hinweis zur Transparenz

Auktionen Dr. Crott (www.uhren-muser.de) ist Kooperations- und Werbepartner von Luxify. Die Auswahl und Beschreibung der hier präsentierten Auktionslots erfolgte jedoch rein unter redaktionellen Gesichtspunkten.

Fotos: © Uhren Muser (3), PCS (18) 2020

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