by R-L-X

Handwerkskünste bewahren, in Vergessenheit Geratenes neu beleben, das hat sich Cartier in seiner Maison des Métiers d’Art vorgenommen. Wie gut Tradition und Moderne miteinander verschmelzen können, zeigt dabei schon das Gebäude selbst.

Bewahren, teilen, innovieren. So lautet die Philosophie der Maison des Métiers d’Art von Cartier. Lediglich ein paar Meter vom modernen, gläsernen Gebäude der Manufaktur entfernt (diese haben wir auf luxify bereits vorgestellt – hier geht es zum Rundgang) wähnt man sich architektonisch in einer anderen Welt.

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Der typische Berner Bauernhof, erbaut Ende des 18. Jahrhunderts, sieht allerdings nur von außen so urig und altmodisch aus.

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Bereits im Eingangsbereich merkt man, dass dieses Gebäude Tradition und Moderne vereint, und das auf ziemlich beeindruckende Weise.

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Holzvertäfelungen, Kalkfliesen aus dem 18. Jahrhundert und antikes Mobiliar treffen hier auf kalkverputzte Wände, Metall- und Glaselemente.

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Von der Eingangshalle aus hat man Zugang zum Grand Salon, zum Petit Salon und zur Salle de Présentation.

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Auch der Panther, quasi das Wappentier der traditionsreichen Marke, darf nicht fehlen.

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Schon vom 350 Quadratmeter großen Erdgeschoss blickt man hinauf zu den einzelnen Stockwerken, in denen die 28 Kunsthandwerker ihrer Berufung nachgehen.

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Im ersten Stock sind die Schmuckhandwerke untergebracht.

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Nicht nur architektonisch fühlt man sich in der Maison des Métiers d’Art in einer anderen Welt. Glänzt die Manufaktur mit den neusten technischen Errungenschaften, scheint hier die Zeit geradezu stehen geblieben zu sein.

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Anhand von Modellen können die Besucher auf ihrem Rundgang die verschiedenen Techniken, hier beispielsweise die Fasstechniken der Edelsteine, verstehen und die Arbeit der Handwerker anschließend live und auf Monitoren verfolgen.

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Weiter geht der Rundgang im zweiten Stockwerk.

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Dort fällt der Blick als erstes fast automatisch auf die große Wand mit verschiedenen Farbkärtchen.

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Wir sind in den Werkstätten für Emaille- und Intarsienarbeiten.

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Hier kann man in die verschiedenen Handwerkskünste wie Gand Teu Emaille oder Fensterermaille (auf nachfolgendem Bild am Beispiel eines Polarbären zu sehen) eintauchen.

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Die Feinheit der Arbeit ist schier unglaublich.

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Mit der Maison des Métiers d’Art versucht Cartier nicht nur, seltene Techniken weiterzuführen, damit diese nicht in Vergessenheit geraten, den einzelnen Fachbereichen soll ebenso frischer Wind eingehaucht werden.

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Besonders spannend: die Holzeinlegearbeiten.

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Fein säuberlich werden die einzelnen Holzelemente an einer mit Fußkraft betriebenen Werkbank ausgeschnitten und anschließend wie in einem Puzzle zum fertigen Zifferblatt zusammengefügt.

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Ebenfalls beeindruckend: die floralen Einlegearbeiten, die ebenfalls einem ganz genauen “Bauplan” folgen.

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In der Maison des Métiers d’Art von Cartier erlebt man die Uhrmacherei einmal von einer ganz anderen Seite. Die hochtechnischen Zeitmesser verschmelzen hier mit nach alten Traditionen von Hand gefertigten Zifferblättern. Die Ergebnisse sind weit fernab jeden Mainstreams. Sie sind einfach atemberaubend.

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Fotos & Text: © Percy Christian Schoeler (PCS) 2016

 

Ein Kommentar


  • von Thorsten vor etwa 10 Monaten

    Danke für den sehr interessanten Bericht und es wäre Super wenn Ihr mehr aus Le Locle und La Chaux de Fonds zeigen würdet.. Das Werk von Zenith oder oder oder


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