Audemars Piguet, Breguet und Vacheron Constantin – drei überaus wohlklingende Namen der Haute Horlogerie, die für Uhrmacherkunst der Spitzenklasse stehen. Wir stellen heute einige Highlights dieser drei Manufakturen vor, welche am 10. November in der 98. Dr. Crott Auktion versteigert werden.

Breguet Classique 5717PT Hora Mundi

Mit der Hora Mundi stellte Breguet 2011 eine Zeitzonenuhr vor, welche auf Knopfdruck zwischen zwei Zeitzonen wechseln kann und dabei auch augenblicklich Datum, sowie Tages- und Nachtanzeige entsprechend anpasst. Möglich macht dies ein spezieller Mechanismus des Automatikkalibers 77Fo.

Die Ref. 5717PT ist mit drei unterschiedlichen Zifferblättern erhältlich, eines für Nord- und Südamerika, eines für Asien und Ozeanien, sowie das hier gezeigte für Europa und Afrika. Der aktuelle Listenpreis der Platin Version beträgt 91.600 Euro. Etwas günstiger: der Schätzpreis der am 1.8.2016 verkauften Hora Mundi in Katalog Nr. 221 (Link zum Auktionslot). Dieser wird mit 35.000 bis 50.000 Euro beziffert.

Breguet Classique Perpetual Calendar 3477BR

Ordentlich etwas zu sehen gibt es auf der Breguet in Katalog Nr. 224 (Link zur Auktion). Bei der Referenz 3477BR handelt es sich nämlich um einen ewigen Kalender mit einer fächerförmigen Zeitgleichungs-Indikation zwischen 1 und 2 Uhr.

Ihr gegenüber liegt die große Gangreserveanzeige. Die Schaltjahresanzeige (bei diesem Modell in deutscher Sprache) liegt bei 8, das Zeigerdatum bei 6 Uhr. Die Monatsanzeige ist rund um das Zifferblattzentrum zu finden und wird mittels eines kleinen Pfeilzeigers abgelesen. Fehlt noch der Wochentag, dieser wird in einem Fenster bei 12 Uhr angezeigt. Schätzpreis dieser wunderbaren Breguet: 25.000 bis 50.000 Euro.

Audemars Piguet Royal Oak 25594ST

Kommen wir zu Audemars Piguet und hier zu Katalog Nr. 232 (Link zum Auktionslot). Dahinter verbirgt sich eine Royal Oak in Edelstahl der Referenz 25594ST.

Besonderheit dieser Uhr ist ihr Kalender mit Anzeige sowohl des Datums als auch des Wochentages mittels zweier Hilfszifferblätter bei 3 und 9 Uhr. Überaus ausgewogen erscheint das Zifferblatt durch die Mondphasenanzeige bei 6 Uhr.

Die Uhr wurde am 1. Juli 1999 in Hong Kong verkauft und kommt mit Zertifikat und der achteckigen Originalbox. Der Schätzpreis liegt bei 7.500 bis 9.500 Euro.

Audemars Piguet Royal Oak Chronograph 26300ST

Ein äußerst schönes Exemplar eines Royal Oak Chronos liefert Katalog Nr. 229 (Link zum Auktionslot).

Die Referenz 26300 ST wurde im Oktober 2010 in Las Vegas erworben und kommt mit Box, Papieren und Booklets.

Das versilberte Grande Tapisserie Zifferblatt besticht durch seine farbigen Akzente in Schwarz und Rot.

Hinzu kommt das wie gewohnt perfekt finissierte Gehäuse mit seinen feinen Satinierungen und polierten Fasen.

Eine wunderschöne Uhr in sehr gutem Zustand zum Schätzpreis von 11.500 bis 15.000 Euro.

Audemars Piguet Royal Oak „Jumbo“ 5402BA

Gleich zwei goldene Royal Oak „Jumbo“ bietet die kommende Auktion von Uhren Muser. Die in Katalog Nr. 228 (Link zum Auktionslot) gehört zur B-Serie der Ursprungsreferenz 5402.

Verkauft zu Beginn der 80er Jahre, gehört sie zu den ersten Royal Oak Modellen in Gold, von welcher nach Kenntnis des Auktionshauses nur 740 Exemplare hergestellt wurden.

Diese 5402BA ist in einem für ihr Alter guten Zustand. Das Blatt weist die für diese Zeit recht typischen Oxidationsspuren auf. Alles in Allem ein echter Zeitzeuge der großen Royal Oak Geschichte – zum Schätzpreis von 35.000 bis 50.000 Euro.

Audemars Piguet Royal Oak „Jumbo“ 15202BA

Deutlich neueren Datums ist die goldene „Jumbo“ in Katalog Nr. 230 (Link zum Auktionslot). Sie stammt aus der E-Serie und damit aus ca. 2000.

Wunderschön durch den Glasboden zu sehen ist das legendäre Kaliber 2121, seit Einführung mit der ersten Royal Oak 1972 das flachste Automatikkaliber mit großem Rotor.

Die 15202BA verfügt über ein weißes Grand Tapisserie Zifferblatt und kommt mit Box, Booklet und Zertifikat. Der Schätzpreis liegt bei 23.000 bis 30.000 Euro.

Audemars Piguet Royal Oak „Jubilee“ 14802ST

1972 erblickte die Royal Oak „Jumbo“ das Licht der Welt, anlässlich des 20-jährigen Jubiläum 1992 brachte Audemars Piguet eine auf nur 1.000 Exemplare limitierte Sonderedition heraus: die Referenz 14802, erhältlich in Stahl und in Gelbgold.

Die Ref. 14802ST in Katalog Nr. 227 (Link zum Auktionslot) trägt die Nummer 0442/1000 und wurde – heute vollkommen undenkbar – erst im Januar 1994 verkauft. Im Juni 2018 wurde sie generalüberholt und kommt mit einer Wempe Garantie bis Juni 2020.

Neben der sehr spannenden Originalschatulle, eine Holzbox im achteckigen Design der Royal Oak, sind noch die original Kaufrechnung von Juwelier Laerbusch, diverse Broschüren, Kataloge, das Zertifikat und die Bedienungsanleitung vorhanden.

14.800 DM kostete diese Jubilee Jumbo im Jahr 1994. Aktuell wird der Schätzpreis mit 8.000 bis 15.000 Euro angegeben. Die Anzahl der bereits zum jetzigen Zeitpunkt eingegangenen Vorgebote lässt allerdings vermuten, dass der Zuschlag bei einem deutlich höheren Preis erfolgt.

Audemars Piguet Royal Oak Offshore T3 25863TI

In unserer Community ist öfters einmal von „DER UHR“ die Rede. Nun, wenn ein Zeitmesser dieses Prädikat verdient hat, dann die Royal Oak Offshore Terminator 3. Auf einen Durchmesser von 57 Millimetern bringt es die 25863TI, rechnet man den martialischen Kronenschutz mit.

Eine Ausnahmeuhr, die im Jahre 2003 mit und für Arnold Schwarzenegger realisiert wurde und in einer Auflage von 1.000 Stück erschien. Dank des Werkstoffs Titan trägt sich die T3 trotz ihrer Größe erstaunlich angenehm am Arm.

Wer genau die T3 in Katalog Nr. 234 (Link zum Auktionslot) zuvor getragen hat, entzieht sich zwar unserer Kenntnis, sollte es nicht Arnold Schwarzenegger selbst gewesen sein, empfiehlt es sich allerdings, die dem Gehäuse anhaftende „Fremd-DNA“ einmal gründlich abzuwaschen. Davon abgesehen eine brutal geniale Uhr zum Schätzpreis von 17.000 bis 25.000 Euro.

Vacheron & Constantin Chronograph 4072

Kommen wir zum Abschluss zu einem echten Leckerbissen aus dem Hause Vacheron Constantin. Der Goldene Vintage Chronograph in Katalog Nr. 137 (Link zum Auktionslot) stammt aus ca. 1950 und es macht den Anschein, als sei er seit seinem Kauf nicht wirklich getragen worden.

Das Gehäuse ist in einem unglaublich schönen Zustand, das noch originale Lederband mit Stiftschließe macht ebenfalls noch einen komplett neuwertigen Eindruck. Über die Jahrzehnte hat sich über das Goldgehäuse eine sehr gleichmäßige Patina gelegt.

Diese bildet einen wunderbaren Kontrast zum versilberten Chronographenzifferblatt mit zwei Totalisatoren und den blauen Zeigern. Eine, man muss es noch einmal sagen, unglaubliche Uhr der Referenz 4072, von der es laut Auktionshaus überhaupt nur 214 Uhren aus Gelbgold mit Kaliber 492 gab. Schätzpreis: 35.000 bis 50.000 Euro.

Auktionstermin

Die 98. Auktion des Auktionshauses Dr. Crott findet am Samstag den 10. November 2018 um 12 Uhr im SkyLoft Eventzentrum des Sheraton Hotel am Frankfurter Flughafen statt. Vorbesichtigungen sind am Vortag der Auktion, also Freitag den 9. November 2018 zwischen 14 und 20 Uhr, sowie am Auktionstag selbst zwischen 8:30 und 11 Uhr möglich.

Hinweis zur Transparenz

Auktionen Dr. Crott (www.uhren-muser.de) ist Kooperations- und Werbepartner von Luxify. Die Auswahl und Beschreibung der hier präsentierten Auktionslots erfolgte jedoch rein unter redaktionellen Gesichtspunkten. Eine Einflussnahme seitens des Auktionshauses fand nicht statt.

Fotos: © PCS 2018

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