Wer mich ein wenig kennt, der weiß, dass für mich an einer Uhr zunächst einmal zwei Dinge wichtig sind. Eine Uhr muss man am Handgelenk fühlen und eine Uhr ist erst dann eine Uhr, wenn sie ein mechanisches Uhrwerk enthält. So gesehen, könnte es für ein Review der neuen Breitling Endurance Pro im Grunde keinen schlechteren Mann geben als mich.

Breitling Endurance Pro: die kleine Emergency

Wobei, so ganz stimmt das nicht. Denn da gibt es eine Quarzuhr, die mich schon seit rund 25 Jahren regelmäßig fasziniert: die Breitling Emergency nämlich (eine kurze Vorstellung jener zweiten Generation findet sich hier).

Leider ist die Emergency ob ihrer Größe für mich nur schwer tragbar, zudem ist mir die Gefahr, in meinem Lieblingscafé einfach so aus Spaß die Antenne zu ziehen und damit einen sündhaft teuren Rettungseinsatz auszulösen einfach zu groß. Ich kenne mich eben.

Jene Designmerkmale der Emergency, insbesondere die charakteristische Zifferblattgestaltung mit den großen 3, 6 und 9, ergänzt durch das Logo mit Schwingen, nimmt nun auch die (ebenfalls quartzbetriebene) Endurance Pro auf.

Die Breitling Endurance Pro misst 44 Millimeter

Mit einem Durchmesser von 44 Millimetern, vor allem aber einer Bauhöhe von gerade einmal 12,5 Millimetern, schmiegt sich die Endurance Pro allerdings deutlich angenehmer ans Handgelenk.

Dank Breitlings eigenem Breitlight Werkstoff, der 2016 erstmals präsentiert wurde und der 5,8x leichter als Edelstahl und sogar noch 3,3x leichter als Titan ist, wiegt die Uhr gefühlt – nichts. Ein selbst für mich echt spannendes Tragegefühl am Handgelenk.

Eine Uhr, die den sportlichen Lifestyle verkörpert

Gedacht ist die Breitling Endurance Pro in erster Linie für eine Zielgruppe, zu der ich mich jetzt nicht unbedingt in vorderster Front zähle. Für Sportler nämlich. Oder junge, bzw. junggebliebene, dynamische, sportliche Menschen.

Entwickelt wurde sie denn auch in Zusammenarbeit mit der Breitling Triathlon Squad und hier maßgeblich mit Jan Frodeno, dreimaliger Sieger des Ironman Hawaii und Nummer 1 der Bestenliste deutscher Triathleten auf der Ironman-Distanz.

Meine sportlichste Aktivität hingegen ist das beschleunigte Spazieren zwischen Flugzeuggates. Aktuell allerdings selbst das nur noch selten. Aber egal, denn ich bilde mir ein, spätestens bei den hier zu sehenden Wristshots wird klar, dass die Uhr auch zu Anzug-Hemd und Sakko eine schicke Figur macht. Und: die Gute treibt es dabei ziemlich bunt!

Die Breitling Endurance Pro gibt’s in fünf Farben

Denn ganze fünf farbenfrohe Varianten bringt Breitling von der Endurance Pro auf den Markt. Wer es ein wenig klassischer mag, dem seien die Modelle in dunklem Blau oder strahlendem Weiß ans Herz gelegt, knalliger wird es mit den Varianten in Rot, Gelb und Orange.

Inspirieren ließ man sich ob der Farbenfreude von den Breitling Sprint Modellen der 1970er Jahre. Auch sie waren dank ihres Gehäuses aus Kunstharz für damalige Verhältnisse bereits beeindruckend leicht, schillerten in vielen Farben und verfügten über einen Pulsometer.

Jener findet sich auch auf den farblich abgestimmten Rehauts der ansonsten in Schwarz gehaltenen Zifferblätter. Bei der drehbaren Lünette entschied man sich, analog zu den Emergency Modellen, für eine Kompassskala.

Nachhaltig: Outerknown NATO aus Econyl

Für die neuen Breitling Endurance Pro Modelle stehen eine ganze Reihe von Outerknown-NATO-Straps aus Econyl bereit. Econyl ist ein Garn, welches ausschließlich aus recycelten Nylonabfällen, zum Beispiel von alten Fischernetzen aus den Ozeanen der ganzen Welt, hergestellt wird.

Und noch etwas ist durchaus erwähnenswert. Denn mit einem offiziellen Verkaufspreis unterhalb der magischen 3.000 Euro Grenze, markieren die fünf Endurance Pro Modelle den Einstieg in die Welt der Marke mit dem geschwungenen B.

Fazit

Mein Fazit: als Uhr, die einen sportlichen Lebensstil verkörpert, wird die Breitling Endurance Pro beworben. Insofern könnte sie weiter von mir kaum entfernt sein. Und dennoch: das Material, die Farben, die Form, irgendwie ist die Endurance Pro eine extrem coole Uhr geworden. Ich bin mir sicher, sollte ich irgendwann dann doch noch für den Ironman trainieren, man soll ja niemals nie sagen, DAS wäre genau meine Uhr!

Datenblatt:

  • Modell: Breitling Endurance Pro, Ref. X82310A51B1S1 (Orange) / X82310A41B1S1 (gelb) / X82310D51B1S1 (blau) /  X82310A71B1S1 (weiß) / X82310D91B1S1 (rot)
  • Gehäuse: 44 Millimeter, Breitlight, wasserdicht bis 10 bar (100 Meter), beidseitig drehbare Lünette, beidseitig entspiegeltes Saphirglas
  • Zifferblatt: schwarz mit innerer Lünette in Weiss, Blau, Gelb, Orange oder Rot;  Stunden- und Minutenzeiger mit Super-LumiNova Leuchtmasse
  • Armband: Diver Pro Kautschukarmband in Weiss, Blau, Gelb, Orange oder Rot, Breitlight Dornschliesse; Outerknown Nato-Armbänder aus Econyl separat erhältlich
  • Uhrwerk: Breitling-Kaliber 82, SuperQuartz, thermokompensiert, COSC-zertifiziert
  • Funktionen: Stunde, Minute, Sekunde, Fensterdatum bei 4:30 Uhr, Chronograph mit 1/10-Sekunden- und 30-Minutenzähler
  • Limitierung: keine
  • Garantie: 2 Jahre
  • Preis: EUR 2.820 (DE 16% MwSt) / EUR 2.950 (AT 20% MwSt)
  • Link zum Hersteller: https://www.breitling.com/de-de/watches/professional/endurance-pro/X82310A41B1/

Hinweis zur Transparenz

Die Einladung zum Shooting der Neuheiten erfolgte auf Kosten des Herstellers. Eine redaktionelle Einflussnahme auf diesen Artikel fand nicht statt.

Fotos: © PCS 2020

Kommentare