I go to paris, I go to London, I go to Rome, and I always say, “There is no place like New York. It is the most exciting city in the world, That’s the way it is. That’s it.” Kein Zitat von mir, sondern von Robert De Niro. Recht hat er, zumindest in meinen Augen. Ich lebe in London und habe durch meinen letzten Job sehr viel Zeit in Europäischen Städten verbringen „dürfen“. Auch Paris besuchte ich 1-2 mal im Monat. Jedoch hat New York für mich einen ganz speziellen Vibe. Würde ich hier wohnen wollen? Eher nicht, denn ich mag dann doch ein wenig mehr Ruhe ab und an. Aber ein paar mal im Jahr New York geniessen ist, zumindest für mich, Pflicht und Freude zugleich. Denn auch wenn man die Stadt oft gesehen hat, fasziniert sie doch immer wieder aufs Neue!
Dieses Mal zeigte sie sich am Anfang noch ein wenig wolkig und regnerisch. Gewohnt haben wir dieses Mal im New Yorker. Ein alter Kasten zwar, aber er liegt schön zentral. Abends ging es im Meatpacking District ins Serafina (7 Ninth Ave). Lockerer Italiener, nicht teuer, und erheblich netter als die Filiale in Midtown.
Zeitverschiebung kann mir normal nicht viel ausmachen. Trotzdem ging es am nächsten Morgen früh raus, denn wir hatten jemanden dabei, der New York noch nicht kannte. So stand am ersten Tag die klassische Touristen-Runde an: Brooklyn Bridge, Wall Street, One World Trade Center, High Line etc. Ehrlich gesagt freue aber auch ich mich immer, meine Eindrücke zu erneuern, selbst bei durchwachsenem Wetter.
Der Cousin einer Freundin hat es leider nicht aus dem Turm geschafft, damals. Immer wieder ergreifend, an diesen Ort zurück zu kommen.
Abends ging es wieder ins Meatpacking, diesmal in den Standard Grill (848 Washington Street, 13th Street). Der Burger kann dort Einiges.
Und auch das Mousse zum Teilen ist eine grossartige, eine riesen Sünde.
Der Club oben im The Standard High Line Hotel ist ein top Spot um den Abend bei schönem Blick ausklingen zu lassen.
So ging der erste Tag zu Ende, und ich konnte wieder sagen: Believe the hype! An Tag 2 war das Wetter leider eher bescheiden, 12 Grad und immer wieder ein wenig Nieselregen. Aber gut, dann hat man halt Zeit zum Bummeln. Wobei man auch sagen muss, mit dem jetzigen Dollarkurs braucht man da nicht wirklich viel kaufen. Danach ging es zu Cipriani (376 West Broadway) zum Lunch. Zwar finde ich diesen Laden absolut überteuert, andererseits hängen hier viele Familienerinnerungen dran. Und außerdem gibt es hier den weltbesten Bellini. Wobei ich dann doch eher der Bubbly Freund bin.
Dazu gab es Tatar zum teilen…
… und einen nicht aufzuessendes Scaloppine Milanese.
Das Wetter wurde ein wenig besser, so dass zumindest etwas Sightseeing dann doch noch klappte.
Abends ging es zu Keens Steakhouse (72 W 36th St). Wenn man nach den besten Steakhouses in NYC googelt, findet man zahlreiche Seiten mit zahlreichen Listen. Immer sind die gleichen Verdächtigen darauf zu finden, jedoch ziemlich häufig das Keens an der Spitze. Ist es nun das Beste?!? Das kommt darauf an, was man sucht. Wenn man einen Laden mit viel Tradition mag, ist man im Keens richtig. Schön altbacken, traditionell das Ambiente, überall hängen Vintage Pfeifen, zum Beispiel von Herrn Churchill persönlich. Mag man es mehr modern und fancy, geht man eher zu Quality Meat oder STK. Die 2 Porterhouse, die wir hatten, waren jedenfalls große Klasse.
Am Morgen danach zeigte sich New York dann zum Glück wieder sehr freundlich. Und was kann man da schöneres machen, als den Tag mit einem Spaziergang durch den Central Park zu starten.
Zum Sonnenuntergang ging es zum One World Trade Center. Wie ich lernen durfte, heisst er nicht Freedom Tower, so wie ich das bisher dachte. Dennoch nennen ihn viele Leute trotzdem so. Mein Tipp: ein Priority Ticket kaufen. Ansonsten heisst es nämlich sehr lange anstehen. Und man will ja die Sonne nicht verpassen. Die Aufzüge sind ein Wahnsinn! Coole Animationen auf den Wänden, während man in Windeseile nach oben schiesst. Und nach einem kleinen Video oben angekommen, gehen die Wände hoch, und man hat diesen Ausblick:
Einfach unbeschreiblich! Aber – Fenster putzen könnte man mal…
Wie klein die Freiheitsstatue von da oben wirkt.
Auch in der Dämmerung wunderschön.
Anschließend dann zum Quality Italian (57 W 57th St). Das ist das Schwesterlokal vom Quality Meat. Fast noch besser, da es hier neben perfektem Fleisch auch Pasta und andere Alternativen gibt. Speziell auch gut, wenn man Damen dabei hat, die es nicht so mit Kilo-großen Steaks haben. Wir hatten zum teilen deren Signature Gericht, Chicken Parmigiana, so groß wie eine riesige Pizza. Pervers? Sicherlich. Aber auch super lecker.
Dazu gab es einen Cabernet Sauvignon von Heitz. Da muss man nicht viel zu sagen, der überzeugt immer!
Dann noch zu The Wayfarer (101 W 57 St – und damit idealer Weise direkt gegenüber), um mit Magnum Flaschen Prisoner die Nacht zu verkürzen.
Brooklyn stand auf dem Programm für den nächsten Tag, speziell Williamsburg. Mal ein schöner Kontrast zur doch sehr stressigen Stadt.
Danach dann weiter zu einem der typischen Food Markets, die es mittlerweile überall gibt. So viel laufen macht schließlich hungrig. Damit hier nämlich nicht der Eindruck entsteht, wir würden nur essen: wir sind an jedem Tag ca. 15-20 km gelaufen! Auf dem Weg: schöne Graffiti. Wobei, was heisst Graffiti? Das ist eine Gatorade Werbung. Wer schon in Brooklyn war, der weiß, dass viele Werbungen hier nicht als Plakate aufgehängt werden. Sie werden direkt an die Wand gemalt.
Wie gesagt, wir wurden hungrig! Und wenn man sein Pulled Pork Sandwich…
… in der Sonne mit diesem Ausblick geniessen kann, dann kann man ziemlich zufrieden sein.
Frisch gestärkt ging es dann nach Brookly Heights. Wenn man dort das Glück hat, ein Haus am Wasser zu haben, dann sieht das so aus:
In der Sonne macht dann auch das Laufen auf der Brooklyn Bridge gleich nochmal mehr Spass.
Die Schlösser werden zwar immer wieder entfernt, bei so vielen Besuchern ist das aber ein schwieriges Unterfangen.
Abends stand eine Bootstour auf dem Programm. Schon der Fußweg zur Pier ist nett.
Die Fahrt ansich ist dann der Wahnsinn und wird meines Erachtens nur von einer Tour per kleinem, privaterem Segelboot getoppt. Aber das macht man dann doch lieber im Sommer.
Mit der Freiheitsstatue kam meine Kamera (oder meine Fähigkeiten sie zu benutzen) and ihre Grenzen. Sie wollte einfach nicht scharf stellen und richtig belichteten. Trotzdem schön.
Wirklich eine toller Tour, die jeder einmal machen sollte. Doch wie immer rennt die Zeit in NYC zu schnell, so dass es schon wieder Zeit war, Abschied zu sagen. Aber Abschied ohne einmal zu einem bottemless brunch (hier: Cherry Izakaya, 138 N 8th St, Brooklyn) zu gehen, geht dann doch nicht.
Der Burger half, den Flieger dennoch halbwegs nüchtern zu erreichen.
Schön war es, wie immer… Bis zum nächsten Mal, Big Apple!
Fotos & Text: © Markus (Barnabas) 2015
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